NIMH-Akkus sind Akkus deren Kathode aus Nickelhydroxid besteht, die Anode besteht aus Metallhydrid.
Die NIMH-Zelle hat fast die gleiche Energiekapazität wie ein Akku aus Alkali und Mangan und eine mindestens doppelt so große Kapazität wie ein Akku auf der Grundlage von NiCd bei gleicher Batteriegröße.
Im direkten Vergleich mit den NiCd-Akkumulatoren bieten die NIMH basierten Modelle die doppelte Energiedichte und können länger genutzt werden, zudem kommen sie ohne das giftige Schwermetall Cadmium aus. Die NiCd-Akkus vertragen jedoch höhere Lade- und Entladeströme und sie sind Temperaturbeständiger.
NiMH-Akkus haben jedoch noch einige Einschränkungen, sie reagieren äußerst empfindlich auf Überladung, Überhitzung und auf falsche Polung. Sie sind auch nicht geeignet für den Betrieb unter der 0 Gradgrenze.
NiMH-Akkus haben an den ersten Tagen eine hohe Entladerate die bis zu 10% betragen kann, diese Eigenschaft macht den Einsatz in Geräten die eine längere Zeit nicht geladen werden sollen ungeeignet. Bei den neueren Modellen wurde dieser Effekt jedoch schon deutlich eingeengt.
Anwendung finden NiMH-Akkumulatoren vor allem in der Spielzeugindustrie, für Lampen, bei transportablen Audio-, Foto- und Videogeräten. Auch im Bereich der Autoindustrie arbeiten Firmen mit diesem Akkutyp, hier wäre der Einsatz einer Nickel-Metallhydrid-Batterie beim Toyota Prius zu nennen die 200V und 6,5 Ah besitzt.
Auch bei den NiMH-Akkumulatoren ist die Lagerung zu beachten. So sollte man sie bei voraussichtlich längerer Nichtbenutzung möglichst komplett entladen, wird dies nicht gemacht kann der Entladeeffekt eine dauerhafte Schädigung hervorrufen. Bei kühlen Temperaturen ist die Entladung am geringsten, deshalb eignen sich Räume mit geringen Temperaturen am besten für die Lagerung.